von Lore Bünger | Meine Mutter und ich wohnten seit dem Frühjahr 1938 in Altona. Ich war l5 Jahre alt und ging noch zur Schule. Meine Mutter arbeitete im Finanzamt. Sie war die Tochter eines von den Nazis ins Konzentrationslager Fuhlsbüttel gebrachten Sozialdemokraten und hatte deshalb eine tiefe Abneigung gegen […]
1933-1939: Machtübernahme und Unterdrückung durch die Nationalsozialisten
von Ingetraud Lippmann | Wir hatten einen Volksempfänger in Königsberg, wie fast alle Menschen. Ich erinnere mich, dass unser Radio den ganzen Tag lief. Dabei wunderte ich mich, als ich klein war, dass der Mann darin Platz hatte, der aus dem mit Stoff bespannten Loch sprach. Es wurde viel Musik […]
von Karl-August Scholtz | Meine Erinnerungen an die Bücherverbrennung 1933 und an die „Reichskristallnacht“ 1938 zeigen erschreckend, wie ich zwischen beiden Ereignissen durch Internat und Hitlerjugend politisch beeinflusst wurde. Am 10. Mai 1933, ich war 12 Jahre alt, sollten auch die Einwohner Schwerins abends am Pfaffenteich der öffentlichen Verbrennung „artfremdem“ […]
von Dr. Reinhold Bengelsdorf | 1931 hatten meine Eltern ihr Genossenschaftsguthaben so weit angespart, dass wir nach Barmbek-Nord in eine moderne 2 1/2 –Zimmer-Wohnung umziehen konnten – mit Etagenheizung und fortschrittlich eingerichtetem Waschhaus. Mein fünfjähriger Bruder und ich, gerade ein Jahr alt, bekamen ein eigenes Zimmer und unseren Spielplatz gleich […]